Die Geschichte der Zaidiyya im Jemen
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Einleitung
Der Islam hat schon zu Lebzeiten des Prophet Muhammads im Jemen Fuß gefaßt. Erst
die Eroberung von Mekka 630 öffnete den Weg für eine Missionierung des Jemen. In
den zwei Jahren vor Muhammads Tod 632 trafen zahlreiche Stammesdelegationen auch
aus dem Jemen ein, um ihre Bekehrung zum Islam zu bekunden. Der Prophet Muhammad
sandte zugleich mehrere seiner Genossen nach Jemen, damit sie die neue Religion
verbreiten.
Doch es sollten noch Jahre vergehen, bis der Jemen ganz islamisiert wurde. Neben
einigen christlichen und jüdischen Gemeinden, nahm dann unter Abū Bakr die
gesamte Bevölkerung den Islam an.
Mit Laufe der Zeit entstanden viele verschiedene Formen des Islam im Jemen,
wobei sich auf lange Sicht drei verschiedene Richtungen durchsetzten und deren
Anhänger noch heute im Jemen siedeln. Einer dieser drei Richtungen ist die der
Zaidiyya. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit ihrer Geschichte und
ihrem Einflusse, den die Konfession auf die Gesellschaft ausübt.
Im ersten Teil der Hausarbeit wird auf die Religion der jemenitischen
Bevölkerung eingegangen. Der nächsten Abschnitt beschreibt die Entstehung und
Entwicklung der Zaidiyya und die Voraussetzungen für den jeweiligen Führer der
zaiditischen Lehre.
Unter dem vierten Punkt ist die Differenzierung der klassisch zaiditischen
Gesellschaft, die im Kontext zur Religion steht, da sie den religiösen Führern
bzw. Leitern einen besonderen Status zuschreibt, demonstriert. Der letzte Teil
umfaßt die Schlußbetrachtung.
Zur Quelle zu dieser Hausarbeit dienten in erster Linie die Bücher mit dem Titel
„ Das Qāt“ von Armin Schopen und „ Die Entwicklung der Arabischen Republik
Jemen“ von Mohamed Al-Azzazi, welche gute Einblicke in die Geschichte und
Entwicklung der Zaidiyya darboten.
„ The Encyclopaedie of Islam“ und „ Politische Akteure in der Republik Jemen“
von Iris Glosemeyer waren neben dem Internet weitere Quellen.