Christian World News, am 22. Februar
2008
CBNNews.com: Kosovo, eine ehemalige Provinz Serbiens, sorgte international für
Furore, als es seine Unabhängigkeit in dieser Woche erklärte.
Während die Weltgemeinschaft die
internationalen Implikationen von Kosovos Unabhängigkeit ausarbeitete, sind
andere über einen moslemischen Mehrheitsstaat in Europa besorgt. Die Schöpfung
solch eines Staates lässt Befürchtungen von einem radikalen Islamischen Staat
aufkommen, der Christen verfolgen und eine Basis für den Terrorismus werden
könnte.
Christen sind seit einem Jahrzehnt
Angriffen ausgesetzt. 1999 wurde die orthodoxe Minderheit der christlichen
Serben von der albanischen moslemischen Bevölkerung angegriffen. 2004 griff ein moslemischer Mob
serbische Enklaven an, zerstörte Hunderte von Kirchen und Klostern. In dieser Woche versuchte Kosovos
Präsident Fatmir Sejdiu, die Ängste der serbischen christlichen Minderheit zu
nehmen. "Wir verstehen ihre
Angst, aber es gibt keinen Grund sich zu fürchten", sagte er. "Sie werden ein
Teil des Prozesses sein, wie sie es vorher waren."
Aber die Serben können mehr für ihre
serbische Ethnizität ins Visier genommen werden als für ihren christlichen
Glauben. Peter Kuzmic ist ein slowenischer Evangeliker und ein Verfechter der
Menschenrechte. Er sagt, dass Kosovo- Moslems gemäßigt sind, welche einen
religiösen Krieg nicht wollen.
"Diese kosovarische Situation ist nicht
eine Frage eines religiösen Krieges. Es ist eine politische sowie territoriale
Frage und die Religion wird von Extremisten auf beiden Seiten missbraucht."
Stephen Schwartz vom Zentrum für den
Islamischen Pluralismus hat in Kosovo gelebt. Er sagt, dass es religiöse
Freiheit für jeden Glauben im Kosovo gibt. "Es ist ein mehrheitlich muslimisches
Land" sagt Schwartz. "Christliche Missionare sind z.B. nie belästigt worden. Ich
bin auf und ab in den Straßen der Hauptstädte spazieren gegangen, und es gibt
evangelische Kirchen. Diese sind alle neu und niemand sagt ein Wort darüber."
Ins Visier genommen durch
Glaubenskrieger?
Jedoch glauben einige
Terrorismus-Experten, dass islamische Staaten wie Saudi-Arabien ihre strenge
Norm des wahabistischen Islams nach Kosovo exportieren wollen. Sie warnen, dass Kosovos gemäßigte
Moslems, verärgert über die hohe Arbeitslosigkeit, dem organisiertem Verbrechen
und dem Rauschgift-Schmuggel, eine Taliban typische-Herrschaft begrüßen würden.
Vor solch einer Behauptung sagte John
Bolton, ehemaliger amerikanischer UN- Botschafter, dem russischem Fernsehen,
dass Kosovo ein potenzielles Ziel für die Übernahme durch die radikalen
Glaubenskrieger ist.
"Ich denke, dass es sehr riskant ist,
wenn es die Anerkennung durch die Vereinigten Staaten und anderen europäischen
Staaten gewährt bekommt" erzählte Bolton dem russischen Interviewer. "Ich denke
nicht, dass es wirtschaftlich lebensfähig ist. Ich denke, dass ihre Instabilität
dazu führen kann, islamische Extremisten aus der ganzen Welt anzuziehen."
Aber Schwartz sagt, dass islamische
Radikale im Kosovo nicht willkommen sind. Ihre Leute sind den Vereinigten
Staaten für ihren Schutz dankbar. "Das Endergebnis ist, dass die Kosovaren jetzt
Freiheit haben und sie haben Freiheit dank der Vereinigten Staaten" erklärt er.
"Und sie sind nicht dumm. Sie sind nicht dabei, sich dem radikalen Islam
zuzuwenden."
Jetzt zählt die Regierung Bush auf
diese neue moslemische Nation, um ein Verbündeter, nicht ein Feind im Krieg
gegen den Terror zu werden. Russland und China haben sich Serbien beim Protest
gegen Kosovos Unabhängigkeit angeschlossen.
Sie sagen, dass die Deklaration internationales Gesetz verletzt.