Schuhwurf gegen Bush
Irakischer Journalist bewirft den noch US-Präsidenten mit Schuhen
Von Attila Yakamoz
Der Journalist
Muntader al-Zaidi wird in der
arabischen Welt gefeiert. Seine Schuh-Aktion ist Balsam für die geschundene
arabische Seele. Dieser Akt des irakischen Journalisten des Senders al-Bagdadija
hat eine hohe symbolische Bedeutung in der arabischen Welt. Karim El-Gawhary erklärt in der taz: „Denn mit der Sohle eines Schuhs
geschlagen oder getroffen zu werden, gilt in der arabischen Kultur als die
ultimative Erniedrigung. Eine Geste, die nur für die ärgsten Gegner reserviert
wird - eine Art arabisches Abwatschen in aller Öffentlichkeit.“ (Quelle taz,
15.12.2008).
Kritik kam laut Spiegel „vom Vorsitzenden der
irakischen Organisation für Pressefreiheit, Ziad al-Adschili. Er verurteilte das
"unprofessionelle Auftreten" des Journalisten.“
Der scheidende US-Präsident George Bush wird als
Kriegsherr in Erinnerung bleiben. Der Irak-Krieg hat ihn und die USA an
Renomé gekostet. Der Schuhwurf
ist das symbolisch-unwürdige Resultat seiner acht Regierungsjahre und
Kriegspolitik. In der arabischen Welt wird diese Aktion nicht so schnell
vergessen werden.