Der zweite Kosovo Krieg
Ground zero in the fight against Wahhabism.
by Stephen Schwartz
02/03/2009 12:00:00 AM
Osman Musliu ist ein gemäßigter moslemischer
Mullah und kosovo-albanischer Patriot. Er demonstrierte sein Engagement während
des Kosov-Krieges 1998-99 zweimal, als er der alleinige islamische Kleriker im
Territorium war, der willig war, am Begräbnis von Adem Jashari, dem Hauptgründer
der kosovarischen Befreiungsarmee (KLA) teilzunehmen. Jashari wurde laut
Auslandsmenschenrechtsberichten in seinem Haus von serbischen Truppen zusammen
mit 57 anderen Albanern, einschließlich 18 Frauen und 10 Kinder im Alter von ca.
16 Jahren getötet. Einige der Leichen konnten nicht identifiziert werden. Ein
einziges junges Mädchen überlebte den Überfall auf das Haus von Jashari, welches
jetzt ein kosovarischer Schrein ist.
Kosovo bleibt ein Ort für serbische Aggressionen
(siehe hier
http://www.weeklystandard.com/Utilities/www.weeklystandard.com/Content/Public/Articles/000/000/015/879exlxn.asp).
Aber Kosovo steht einer zweiten ernsthaften Bedrohung gegenüber. Agenten der von
den Saudis finanzierten ultrafundamentalistischen moslemischen Sekte der
Wahhabiten stiften Unruhe und Gewalt in Kosovo. Dieser neue Konflikt in
Ex-Jugoslawien tritt nach Jahren der Infiltration und Provokationen der
Wahhabiten in Bosnien-Herzegowina und in den moslemischen Gebiete in Mazedonien
und dem südlichen Serbien, wo sie bedeutende Gewinne gemacht haben (sieh hier
http://www.weeklystandard.com/Utilities/www.weeklystandard.com/Content/Public/Articles/000/000/014/910syuxh.asp),
zu Tage.
Anfang. Januar ging Musliu, ein
Regionalvorsitzender der islamischen Gemeinschaft Kosovos, ins Dorf Tiefer
Zabel, um den Einsatz eines neuen Imams zu leiten. Ein Aufruhr brach jedoch in
der Moschee aus und Musliu wurde geschlagen. Neun Männer wurden daraufhin
verhaftet. Ein Ermittler sagte dass zwei der vier Verhafteten bizarre kurze
Hosen trugen und das sie lange (bei Wahhabiten übliche) Bärte hatten. Musliu
erzählte der Zeitung Express, "Sie können mich töten, aber ich werde mich nicht
einschüchtern lassen. Ihre Absicht ist einfach. Sie wollen die islamische
Gemeinschaft Kosovos übernehmen." Später, auf der Titelseite der Zeitung mit
einem blauen Auge behauptete er, „dass die Wahhabiten Kosovo mehr Schaden
zufügen als es die Serben je taten“.
Musliu, der sich von dem Angriff erholt hat,
hatte vorher die wahhabitische Übernahme einer Bibliothek in einer lokalen
Schule verurteilt und hat jetzt die Moschee in Zabel geschlossen, bis sich die
Dinge wieder beruhigen. Aber er hat auch versprochen, den Radikalen entgegen zu
treten. Bargeld ist die Hauptwaffe der Extremisten, sie bestechen viele
Gläubige.
Musliu kritisierte auch den Imam Shefqet
Krasniqi. Krasniqi hatte in einem Interview der Zeitung Express im
üblichen Idiom moslemisch-fundamentalistischer Fanatikern behauptet, dass der
Wahhabismus die Reform des Islams und die großen Errungenschaften in
Saudi-Arabien gefördert hätte.
Eine Spaltung zwischen jung und alt, gemäß dem
Wahhabi-Verfechter, wird zu einem jungen „Wunsch geschuldet, sich jetzt zu einem
völlig Islamischen Leben zu wenden". Krasniqi rügte Kosovos politische Führer,
die einen säkularen Staat schaffen wollen. Nach seiner Meinung verweigern diese
sich der Wirklichkeit in Kosovo, wo 95 Prozent der Menschen Moslems sind. Er
behauptete sogar, die Regierung (in dem keine religiösen Parteien vertreten
sind), sollte den Islam "fördern" und mit der öffentlichen Finanzierung
"sponsern". Die Kosovaren würden mit dem Wahabismus seiner Meinung nach vieles
leichter haben.
Ein bosnisch-moslemischer Gelehrter erzählte
mir, „das ist die wahhabitische Interpretation des Islams als eine Religion des
Friedens. Gehorchen Sie ihrem Diktat, werden Sie Frieden genießen!" Schließlich
bestreitet Shefqet Krasniqi, der wahhabitische Missionar, dass es überhaupt
Wahhabiten in Kosovo gibt! Wie die Kommunisten vor 50 Jahren im Westen versuchen
moslemische Radikale, ihre Identität zu bestreiten, gerade weil sie wissen, dass
viele gewöhnliche Moslems sie hassen.
Die kosovarische Geringschätzung für die
Wahhabiten beweisen diesen Punkt und sind ermutigend. Die Mehrheit der
Kommentatoren der Zeitung Express unterstützte
Musliu und lehnt empört wahhabitische Bestrebungen in Kosovo ab. Ein unbekannter
Leser aus Schweden schrieb, "Osman hat recht, wenn er sagt, dass in einigen
Moscheen verdächtige Imame predigen.
Diese Imame verwenden eine Sprache, die grob und verhasst ist. Ich bin nicht
gegen die freie Praxis der Religion, aber bitte... jetzt werden wir von Leuten
plötzlich umgeben, die andere Religionen hassen.... Rückständigste islamische
Nationen versuchen, sich zu bessern und weiterzugehen, während wir rückwärts
gehen."
Die meisten arabischen Staaten lehnten bisher
ab, Kosovo als einen Staat anzuerkennen - lediglich die Türkei, die Vereinigten
Arabischen Emiraten und Malaysia haben diplomatische Beziehungen mit dem neuen
Staat aufgenommen. Sogar Bosnien-Herzegowina hat unter dem serbischen Druck es
vermieden, Kosovo anzuerkennen. Kosovarische Moslems wurden kürzlich von einer
Sitzung der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), des maßgebenden
globalen Islamischen Forums in Kairo, ausgeschlossen. Diese Entwicklung
beschrieb ein Kommentator folgendermaßen: „Lieber ohne die diplomatische
Anerkennung unsere Unabhängigkeit ausleben, als die Ausbreitung dieses 'Krebses'
(die Ausbreitung des Wahhabismus) in Kosovo und überall in Albanien zu
erlauben." Derselbe Kommentator wiederholte die Meinung Muslius, dass der
radikale Islams ein schlimmeres Übel sei als die serbische Besatzung. Anderer
Kommentatoren erwähnten ebenfalls wahhabitische Bestrebungen, im Balkan an
Einfluss zu gewinnen.
Dudi, in Kosovo lebend, sagte folgendes: „Die
Albaner sollten über die Wahhabiten sich mehr informieren. Sie werden alles über
sie herausfinden. Sie sind nichts als eine Mafia. Kosovo ist nicht Arabien. Wir
sind ein Teil Europas und wir haben vor, uns Europa anzuschließen. Lass
Wahhabiten nach Arabien gehen und leben."
Ein weiterer Leser namens Flutra schreibt, der
Angriff auf den gemäßigten Mulla „sei eine beispiellose Katastrophe für alle
Albaner".
Leserin Agon aus der Hauptstadt verurteilt
passend: „Das ist Islamofaschismus, den diese Fundamentalisten versuchen in
Kosovo einzuführen." Ein Lehrer schreibt über die Wahhabiten: „Sie sind keine
Gläubige, Sie sind Verbrecher."
Diese Tatsachen werden in den westlichen Medien
ignoriert. Kosovo jetzt das entscheidende Schlachtfeld im Balkan. Die neue
Offenheit dem Islam gegenüber, die Präsident Obama propagierte, sollte für
moderate Moslems gelten. Musliu sollte im Kosovo nicht alleine gelassen werden,
sein Kampf gegen die Wahhabiten ist auch ein Kampf für eine humane Zivilisation.